Hesch gwüsst ...?

Die Eisenbahn "Läufelfingerli"

 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

 

Schlussbemerkungen

Über die Privatklagen der Gewerbe- und Quellenbesitzer, welche in Folge der Wasserabgrabung erhoben wurden, entschied teils das basellandschaftliche Obergericht, teils wurden sie auf gütlichem Wege abgemacht. Noch stehen vielleicht einige Streitfragen im Hintergrunde, wir führen z.B. nur die Fischweidenschädigung an. Diese Wasserstreitigkeiten verursachen viel Aufregung in den Gemeinden des Homburger Tales, und es war zur Zeit des Hauptprozesses, in Folge der Ränke und Verschleppungen der gegnerischen Advokaten einige Male fast daran, dass der Landsturm erging und die Eisenbahnschienen weggerissen wurden. Einmal rückte eine grosse Schaar mit Knüppeln bewaffnet in den Tunnel und vertrieb die Arbeiter. Vieles zur Verbesserung der Gemüter trug auch die von gewisser Seite verbreitete Behauptung bei, es sei den Homburgern mehr um Geld als um Wasser zu tun. Zudem wurde von der gleichen Seite der Schaden möglichst gering dargestellt, ungefähr wie es der Wolf in der Fabel machte, als er fragte: “Ich nehme ein Schaf für einen Krebs, denn es ist am Ende doch nicht viel daran.“

Nicht umsonst hiess die Inschrift einer Lokomotive bei der Eröffnungsfahrt durch den Tunnel:

            Zog über manchen Fluss hinein,

            Ob Emme, Birs und Aar,

            Und fand kein schlimmer Wässerlein,

            Als das von Homburg war.

 

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