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Historische Bahnbauten "Läufelfingerli"

Buckten

 

   
 
Steindamm und Unterführung Talweidstrasse
   
Kilometer 27.735
Adresse Weg zur Talweid
Baujahr, Umbau 1854-1857
Bauherrschaft SCB
Ingenieur, Baufirma Karl von Etzel, Baumgärtner & Silber
   
Ganz im Norden, an der Grenze zu Rümlingen, machte ein kleines Seitental einen kurzen, aber hohen Erddamm notwendig. Er ist nicht bewachsen, sondern ganz mit Hausteinen verkleidet. Durch eine schmale Unterführung führt ein Feldweg Richtung Talweid.

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


Inschrift für Karl von Etzel
Kilometer 28.195
Adresse nördlich von Buckten
 
Merkwürdigerweise an einer unzügänglichen Stelle nördlich von Buckten ist etwa viel Meter über dem Trassee die Inschrift "Ober - ING. CARL v. ETZEL." in eine Felswand gemeisselt. Die Buchstaben sind schnörkellos und tief in den Kalk gehauen- wann und von wem, scheint vergessen zu gegangen zu sein. Die Inschrift erinnert an den Ingenieur, der die Hauensteinlinie plante, alle Kunstbauten entwarf und bis 1857 die Bauarbeiten leitete.

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


Unterführung Rebgasse
Kilometer 28.603
Adresse Rebgasse
Baujahr, Umbau 1854-1857
Bauherrschaft SCB
Architekt Karl von Etzel, Baumgärtner & Silber
 
Die Unterführung der Strasse nach Häfelfingen gehört zu den grösseren Durchlässen auf der Linie. Sie entspricht den "Normalien für gewölbte Brücken und Durchlässe" der SCB.

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


Stationsgebäude
Kilometer 28.810
Adresse Adelgasse 21b
Baujahr, Umbau 1915
Bauherrschaft SBB
Architekt Friedrich Frey
 
Das Stationsgebäude Buckten ist der gleiche Normbau, den die SBB auch in Rümlingen und Trimbach erstellten. Er enthielt einen kleinen Schalterraum und einen gegen die Bahn offenen Warteraum, der später mit einer Fensterfront geschlossen wurde. Wie Ludwig Marings Kleinbauten sechzig Jahre zuvor ist der Bau mit senkrechten Brettern verschalt. Sie sind braun gestrichen, Klappläden und Dacheinfassung dunkelrot. Die VErzierungen der Dacheinfassung zeigen rustikale Heimatstil-Formen.
 

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


Bahnwärterhaus
Kilometer 28.851
Adresse Adelgasse 21
Baujahr, Umbau 1857, stark verändert
Bauherrschaft

SCB, SBB, privat

Architekt Ludwig Maring, Baumgärtner & Silber
 
Auf der anderen Geleiseseite steht das am stärksten umgebaute ehemalige Bahnwärterhaus der Hauensteinlinie. Anbauten auf beiden Seiten gegen hinten hinaus haben das Volumen vervielfacht und seinen Charakter weitgehend verändert. Durch seine Lage unmittelbar nach dem Bahnübergang und vor dem Tunneleinschnitt besitzt der Bau aber noch einen gewissen Wert für das historische Ensamble.

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


Bucktertunnel, Nordportal
Kilometer 29.012
Adresse

bei Adelgasse 21

Baujahr, Umbau 1845-57, 1953
Bauherrschaft

SCB

Architekt Karl von Etzel, Baumgärtner & Silber
 
Die Geländerippe der Buckterfluh südlich des Dorfs machte den Bau eines 265m langen Tunnels notwendig. In der Gegend wird er auch Barbur- oder Papurtunnel genannt; der Flusname kommt von Bäpur, Bättbur (Bethaus, bur= Haus, Hütte) und bezieht sich auf eine Kapelle, die einst in der Langmatt an der Alten Hauensteinstrasse stand. Der Tunnel war, wie die gesamte Linie, zweispurig. Die Felswände im tiefen Einschnitt wurden zu grossen Teilen mit Hausteinen vermauert und später stellenweise mit Felsankern und Spritzbeton gesichert. Das Portal mit Hufeisenprofil ist von bosierten Keilsteinen gefasst. Bei der Elektrifizierung 1953 wurde das nach 1938 verbliebene Gleis in die Tunnelmitte verschoben.

Quelle: "Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2


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"Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2

 

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