Hesch gwüsst ...?
 

Verhältnisse des Landmanns unter Basel vor der Französischen und helvetischen Revolution.

Abgaben: B) Der Zehnten

 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

 

Diese Angaben wurden schon durch Karl den Grossen zur Besoldung der Geistlichkeit eingeführt. Bald zog aber nach und nach den Zehnten, der durch Vergabungen und Käufe eine Menge Inhaber hatte, zum grössten Teile an sich, und besoldete später die Geistlichkeit mit Geld. Vom Jahre 1762 an wurde der Zehnten an öffentliche Steigerungen gebracht und dem Meistbitenden zugeschlagen. Das Wort Zehnten bedeutet den zehnten Teil, d.h. man musste z.b. beim Garbenbinden auf dem Feld je die zehnte, später die zwölfte Garbe aufstellen und dem Zehntenbeständer überlassen. Um Betrug zu verhüten, wurde das Abzählen von der Letztgebundenen begonnen. Seiner Zeit soll der Zehnten zu Läufelfingen 190 Bierzel (à 2 Säcke) oder 380 Säcke Frucht betragen haben. Derselbe gehört  in älteren Zeiten den Edlen Marschalken  von Basel, bis ihn noch 1479 besassen. Von diesem kam er an die Stadt Basel, welche ihn dem jeweiligen Prediger übergab, doch musste er dem Schulmeister zu Buckten den zehnten Teil davon verabfolgen.

 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

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