Hesch gwüsst ...?

Schulchronik "Läufelfingen"

 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

 

Weiters aus der Entwicklungsgeschichte der Schule

 

5. Der Frauenverein

 

Im Zusammenhange mit der Arbeitsschule und aus Bedürfnis derselben hat sich im Jahre 1848 in hier ein Frauenverein gebildet. Beim Nähschuleramen genanten Jahres forderte der damalige Schulinspektor Kettinger die anwesenden Frauen, so wie den Herrn Pfarrer Buser zur Gründung Vereines auf, wie solche bereits in mehreren grösseren Gemeinden des Kantones bestanden, und legte als ersten Betrag einen halben Gulden auf den Tisch. Was war nun anders zu tun, wenn man das Geschenk nicht zurückweisen wollte? – Das war halt der Kettiger! Eine in Folge davon eröffnete Subscription ergab 46.15 Fr. a. W. als erster Kassabestand.

Zu Hauptaufgaben stellte der Verein sich:

  1. Beaufsichtigung der Arbeitsschule, und wechselweise Besuch derselben zur Unterstützung der Lehrerin.
  2. Ankauf von Arbeitsstoff für Kinder, welche von Hause keinen in die Schule bringen.
  3. Unterstützung von Kranken.
  4. Versorgung verwahrloster Kinder.

Um solches Wirken zu ermöglichen, setzte man einen jährlichen Beitrag von Fr. 1.20 pro Mitglied fest. Die in der Arbeitsschuleverfertigten Gegenständen wurden bis dahin an Ganten oder durch Lotterien verwertet.

In den letzten Jahren unterstützte der Frauenverein auch die Anordnung von Weihnachtsbäumen für die gesamte Schuljugend.

Das Vermögen betrug Anfang 1863 Fr. 244.

 

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