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Schulchronik "Läufelfingen" |
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Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser |
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Weiters aus der Entwicklungsgeschichte der Schule |
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6. Verschiedenes |
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Nach einem Beitrag des Herrn Pfarrer Lutz vom Jahre 1803 an das Deputatenamt belief sich damals die Schülerzahl über 60, wahrscheinlich mit Einschluss der Nachtschüler, denn laut einem endlichen Bericht von 1816 betrug die Schülerzahl nur 44. Der Pfarrer bemerkt aber, dass bloss die hälfte der Schulpflichtigen die Schule besuchen. Vor den Dreissigerjahren bestanden noch kein obligatorischer Schulbesuch oder Schulzwang, dennoch wurde ein Absenzenverzeichniss geführt. Die unbeflissige Schulbesucher wurden auf verschiedene Weise vom Lehrer bestraft, und die betroffenen Eltern durch den Pfarrer „tapfer bezusprucht“. In Folge einer ähnlichen Stiftung, wie die war, aus welcher die Durchreisenden unterstützd wurden, konnten die Schulkinder jeden Samstag nach der Schule im Pfarrhause ein Stück Brot abfassen, was aber um das Ende des vorigen Jahrhunderts (1700) als die Kirchengüter von Basel eingezogen wurden, aufgehört. Nach der Trennung von Basel wurde der Gemeinde Läufelfingen durch das eidgenössische Schiedsgericht der betreffende Fond unter dem Titel „Armenfrüchte= und Legaten= Kapitalien“ Im Betrag von Fr. 3321 wieder zugesprochen. Im Jahre 1826 wurde das Siegristenhaus samt Schullokal und Baumgarten vom Deputatenamt der Gemeinde geschenkt. Nachdem dieses Gebäude 1748 ein Kamin erhalten, „da vorher keines war und der Rauch sich durch das ganze Haus verbreitet und alles angeschwärzt hatte“, wurde es 1764 auf Kosten des Kirchengutes gänzlich renoviert, und mit einem neuen Dachstuhl versehen. Anno 1808 wurde die Schulstube um einen drittel nach innen erweitert, und 1822 erhielt sie neue Schultische und andere Verbesserungen, so dass die vom Gründungsfond übriggebliebenen 300 Pfund aufgebraucht wurden. |
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