| Hesch gwüsst ...? |
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Verhältnisse des Landmanns unter Basel vor der Französischen und helvetischen Revolution. |
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Landwirtschaf |
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Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser |
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Dieser wichtige Kulturzweig wurde in früheren Jahrhunderten so ganz verschieden gegen heute betrieben, dass man fast nicht begreifen kann, wie in einem Zeitraum von kaum 60 Jahren, so gewaltige Veränderungen haben stattfinden können. Damals war die sogenannte Dreifelderwirtschaft noch in ihrem Wesen. Die Felder waren nämlich in drei Teilen, Zelgen, geteilt, welche durch Häge getrennt und von denen die erste mit Wintergetreide (Korn), die zweite mit Sommergetreide (Haber) angesät, die dritte aber unangebaut war und das Brachfeld hiess. War z.b. Kirchenfeld mit Korn angesät, so hatte das Unterwaltenfeld nebst den Eisädel Haber, das Strassacker-, Doracher- Bogen-, Bitzen- und Auchfeld aber lagen brach. Im Jahre darauf wurde dann das Brachfeld mit Korn, das Kornfeld mit Haber angesät und das Haberfeld blieb brach liegen. So ging`s in fortwährendem Kreislaufe, so dass jedes Feld je im vierten Jahre wieder die gleiche Rolle spielen musste. Es durfte daher nicht Jeder pflanzen was ihm beliebte; dagegen durfte man mit des Landvogts Genehmigung sogenannte Einschläge machen, d.h. abgelegene, schlechte, zum Fruchtbau ungeeignete Liegenschaften einhagen und nach Belieben bepflanzen. Hagen musste man, weil das Vieh, mit Ausnahme des Winters, das ganze Jahr auf dem Brachfelde, den Weiden und nach der Ernte auch auf den Stoppelfeldern weiden durfte. War ein Einschlag schlecht eingehagt, so dass das Vieh hineinbrechen und Schaden anrichten konnte, so war niemand Schadenersatz schuldig. Von den Einschlägen musste ein Einschlagsgeld bezahlt werden (das Einschlagsbuch ist im Pfarrarchiv aufbewahrt). Zur Zeit der Dreifelderwirtschaft waren aber die Felder das hiesigen Bannes viel grösser und durch eine Menge Liegenschaften, welche jetzt Waiden, Nebenhöfe oder Waldungen bilden, ging damals der Pflug, wie z.b. die Eichhalde, die Ramsachäcker (jetzt Forchen), die Hupp, Oberholden, zum Teil der Reisen, die Hauensteinmatten, das Pulviseis, der Muhren, Brunniswyl, Rüttiackers, kurz was möglich war zu pflügen, wurde gepflügt und zwar vom Dorfe bis an die Waldränder den Beg hinauf. Heu wurde aus Bergwiesen, Einschlägen, Wässermatten und Baumgärten gewonnen. Der wenige Wintermist, den man nicht in Gärten und Bünten brauchte, wurde nur mangelhaft auf den Brachfeldern zu Nutz gezogen. Die Diese Zwangsverhältnisse wurden hauptsächlich wegen dem Zehnten aufrecht erhalten, dadurch aber die Felder nach und nach ruiniert, so dass ihr Ertrag von Jahr zu Jahr abnahm. Zum Beispiel betrug der Zehnten des Amt Homburgs in den Jahren von 1780- 1790 nur noch 2`566 Bierzel, ein Unterschied von 2180 Säcken in 50 Jahren. In den Jahren 1720- 1730 betrug der Zehnten in Läufelfingen allein durchschnittlich 130 Bierzel oder 260 Säcke, von 1785- 1795 nur noch 88 Bierzel, ein Unterschied von 84 Säcken, was in diesen 75 Jahren eine Abnahme des Gesamt-Fruchtertrages von 840 Säcken per Jahr ergibt. Jahrhunderte hindurch wurden die Felder gepflügt, ohne Furchfälle zu führen, und der Untere musste immer dem Oberen anfurchen. Das Brachfeld musste jährlich dreimal gepflügt werden, damit Sonne, Luft und Regen dem armen Boden wieder einige Nahrung zuführen konnte. So wurden die obersten Äcker zuletzt ihres Grundes beraupt, und die beste Erde bei Regengüssen von den immer aufgelockerten Feldern weggeschwemmt, so dass sollche Äcker oft um den Bodenzins oder eine Mas Wein verkauft wurden. Da der Läufelfinger Zehnten seiner Zeit 190 Bierzel oder 380 Säcke abgeworfen haben soll, so musste der Gesamt-Fruchtertrag an Korn und Haber ungefähr 3800 Säcke betragen, eine fast unglaubliche Masse verglichen mit der jetzt produzierten. Allein es ist, wie schon gesagt, nicht zu vergessen die viel grössere Ausdehnung der Felder, zu deren Bepflügung, wie die Alten berichten, nicht weniger als 36 Ackerzüge im Dorf gezählt wurden, sowie der strenge, gesetzlich bestimmte Anpflanzungszwang. Zudem könnten diese Angaben von einem Glückjahr herrühren, und aus einer Zeit, wo die Felder noch nicht so ausgeraubt waren. Der Zehntenabtrag differiere nämlich oft von einem Jahr auf`s andere bis 50 Bierzel, folglich der Gesamtertrag um 500 Säcke. |
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Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser |
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